Bericht über unsere Bildungsreise nach Prag

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Die traditionelle Bildungsreise führte die Berliner Nachwuchsführungskräfte in diesem Jahr nach Prag: am 5. und  6. Oktober 2017 standen Besuche bei der Stadtverwaltung, beim Parlament sowie bei politischen Stiftungen auf dem Programm.

 

Stadtverwaltung Prag, 5. Oktober 2017

Der erste Tag führte uns zur Stadtverwaltung Prag. Beim einführenden Vortrag einer Vertreterin der Internationalen Abteilung wurden der Aufbau der Stadtverwaltung erklärt und aktuelle Probleme beleuchtet. Die Stadt Prag ist ebenfalls in Bezirke unterteilt, die eine eigenständige Verwaltung haben. Beim Magistrat selbst arbeiten ca. 2.000 Mitarbeitende. Wir erfuhren u.a., dass auch in Prag die Bewohner mit steigenden Mieten zu kämpfen haben. Andere aktuelle Themen sind der Bau einer vierten Metro-Linie und der Protest der Prager Taxifahrer gegen Uber.

Abgerundet wurde der Tag durch den Besuch beim Prague Institute for Planning and Development, wo zwei Vertreter das Zentrum und ihre Arbeit vorstellten. Prag verfügt noch über eine gut erhaltene Altbaustruktur in weiten Teilen der Stadt, sodass die Stadtentwicklung immer auch im Spagat zwischen der Bewahrung des Alten und der modernen Architektur steht. Dies umfasst z.B. die Frage nach dem Bau von Hochhäusern, da die Silhouette der Stadt nicht beeinträchtigt werden soll. Die Prager sind zufrieden mit ihrem ÖPNV, die Fahrradinfrastruktur ist hingegen noch ausbaufähig. Die Teilnehmenden waren beeindruckt von der ansprechenden Visualisierung der städtebaulichen Projekte auf einer 25 Meter breiten Leinwand.

Zum Abschluss des Tages gab es noch ein gemeinsames Abendessen mit böhmischen Spezialitäten, bei dem über die gewonnenen Eindrücke diskutiert wurde. Es diente zudem dem Kennenlernen der Nachwuchskräfte untereinander, sodass auch der behördenübergreifende Austausch gestärkt wurde.

 

Das Nachbarland Tschechien, 6. Oktober 2017

Am zweiten Tag stand das Nachbarland Tschechien im Vordergrund. Beim Besuch verschiedener Institutionen und Stiftungen erfuhren die Berliner Nachwuchskräfte viel über das politische System in Tschechien sowie über aktuelle politische Themen.

Als erstes stand ein Besuch beim Tschechischen Parlament auf dem Programm. Die Teilnehmenden erfuhren, wie das politische System in Tschechien funktioniert, wobei viele Parallelen zu Deutschland gezogen werden konnten. Doch auch die aktuelle Lage kam nicht zu kurz: Anlässlich der bevorstehenden Parlamentswahlen lernten wir etwas über die politischen Parteien in Tschechien und den schnellen Aufstieg der bürgerlichen Protestpartei ANO, die erst seit 2011 besteht und nun voraussichtlich die meisten Stimmen bei den Wahlen gewinnen wird.

Spannend war der Blick hinter die Kulissen des Parlaments, wir konnten verschiedene Fraktionsräume und Sitzungssäle besichtigen.

Anschließend berichteten uns Vertreter verschiedener politischer Stiftungen über ihre Eindrücke aus dem Nachbarland. Zuerst ging es zum Prager Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung, das wie auch die Friedrich-Ebert-Stiftung seit 25 Jahren dem  Auftrag der politischen Bildung im Nachbarland und der Stärkung der binationalen Beziehungen nachkommt. Bei einer kurzweiligen Gesprächsrunde ging es neben der Vorstellung der Arbeit der Stiftung insbesondere um die bevorstehenden Parlamentswahlen in Tschechien, zu denen wir bereits im Parlament erste Informationen erhalten hatten.

Danach konnten wir die während des Tages gewonnen Informationen und Eindrücke noch in einer Diskussionsrunde mit einem Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung vertiefen. Nach einem kurzen historischen Abriss zur Geschichte Tschechiens ging es u.a. um die heute noch spürbaren Folgen der historischen Entwicklungen, um die Flüchtlingskrise und die bilateralen Beziehungen.

Den Abschluss unserer Studienreise bildete am Samstag, den 7. Oktober, eine Führung durch den historischen Stadtkern Prags und das jüdische Viertel, bei der wir noch einiges über die Geschichte unser Partnerstadt Prag erfuhren. Somit bildete dieser Spaziergang bei sonnigem Herbstwetter einen gelungen Abschluss unserer Studienreise!

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass auch die diesjährige Bildungsreise, die dank der Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport durchgeführt werden konnte, wie in den Vorjahren wieder gut gelungen ist.

Wir möchten uns abschließend herzlich bei unseren Gesprächspartnern in Tschechien für die interessanten Vorträge und die vielseitigen Einblicke bedanken. Wir haben uns ein gutes Bild über die aktuelle Situation in Tschechien verschafft – ein Land, das doch den meisten von uns eher unbekannt war – und konnten die eine oder andere Anregung nach Berlin mitnehmen. Daher soll auch im nächsten Jahr wieder eine Bildungsreise stattfinden.

 

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Die nächsten Veranstaltungen

  1. Besuch im ITDZ Berlin

    3. September um 16:30 - 18:30
  2. Spindelreise nach Tallinn

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